Norwood-Hamilton-Schema: Wie verläuft Haarausfall?

Jedermann verliert täglich bis zu 100 Haare - das ist ganz normal. Was jedoch viele Männer an den Rand der Verzweiflung bringt, ist, wenn sie übermäßig Haare verlieren (über 100 Haare pro Tag) und sich zunehmend kahle Stellen auf ihren Köpfen bilden. Denn dann leiden sie vermutlich unter sogenanntem androgenetischem Haarausfall, bei dem die Haare dauerhaft verloren gehen. Dieser Haarverlust geschieht jedoch nicht nach Zufall, sondern folgt in der Regel einem ganz bestimmten Muster: dem Norwood-Hamilton-Schema.

Haarausfall: Der Verlauf im Überblick

Haarausfall: Was ist das Norwood-Hamilton-Schema?

Gehen wir zurück in das Jahr 1951: In diesem Jahr haben die Doktoren Norwood und Hamilton auf Basis von Beobachtungen erstmalig ein Klassifikationssystem des männlichen Haarausfalls entworfen. Die entstandene Skala unterteilt den typischen Verlauf des androgenetischen Haarausfalls in mehrere Stadien und Erscheinungstypen. Nach einigen Modifikationen durch Norwood wurde diese Skala als das Hamilton-Norwood-Schema bekannt und beschreibt heute bei circa 80 % aller betroffenen Männer sehr exakt den Verlauf der Glatzenbildung. Damit ist eine standardisierte, medizinische Dokumentation des Haarverlusts möglich.

Wie verläuft der androgenetische Haarausfall nach der Norwood-Hamilton-Skala?

Nach dem Norwood-Hamilton-Schema fängt der androgenetische Haarausfall an den Schläfen und im Bereich der Stirn an und führt mit der Zeit zu den gefürchteten Geheimratsecken. Zusätzlich wird das Haar im Bereich des Hinterkopfs zunehmend dünner. Die immer kahler werdenden Stellen breiten sich schließlich über den Oberkopf und den Hinterkopf aus - übrig bleibt ein charakteristischer Haarkranz, der sich von den Ohren bis zum Hinterkopf zieht.

Dieser gesamte Ablauf wird in der modifizierten Norwood-Hamilton-Skala durch sieben Stufen beschrieben. Zusätzlich unterteilte Norwood den Verlauf in zwei weitere Ebenen.

Ablauf

Dieser gesamte Ablauf wird in der modifizierten Norwood-Hamilton-Skala durch sieben Stufen beschrieben.

Zusätzlich unterteilte Norwood den Verlauf in zwei weitere Ebenen: die A-Variante, in welcher der Haarausfall geradlinig frontal voranschreitet und die V-Variante, bei welcher auch der Bereich des oberen Hinterkopfs kahler wird.

Wie schnell der Haarausfall verläuft, was das letzte Stadium der Norwood-Skala ist und wann dieses erreicht wird, ist von Mann zu Mann unterschiedlich. Einige Männer erreichen bereits vor dem 30. Lebensjahr eine hohe Stufe der Norwood-Hamilton-Skala - sie leiden unter einem „frühen Steppenbrand“. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass der Haarausfall erst nach dem 30. Lebensjahr beginnt und sich langsam entwickelt. Stoppt der Haarausfall dabei an einer bestimmten Stufe auf der Norwood-Skala, spricht man von einem „frühen Schwelbrand“. Von einem „späten Ausbruch“ spricht man erst, wenn der Haarausfall nach dem 40. Lebensjahr einsetzt. Hier schreitet der Haarverlust nur sehr langsam voran.

Die Stadien des Haarausfalls nach Hamilton und Norwood

Das Hamilton-Norwood-Schema kann Dir dabei helfen, den Fortschritt Deines Haarausfalls sehr präzise einzuschätzen. Deshalb beschreiben wir Dir im folgenden kurz und knapp die Charakteristiken der einzelnen Stufen bzw. Typen des androgenetischen Haarausfalls. Viel Erfolg!

Die klassischen Norwood-Hamilton-Typen

Typ I: Das Kopfhaar ist noch voll und weicht (wenn überhaupt) nur im Bereich des frontalen Haaransatzes - üblicherweise in den Schläfenecken - minimal zurück.
Norwood-Hamilton-Typ I
Typ II: Der Haarverlust macht sich im Bereich der Stirn (frontal) und der Schläfen (temporal) bemerkbar. Die typischen Geheimratsecken sind noch schwach ausgeprägt und gehen nicht über eine ca. 2 cm vor den äußeren Gehörgängen gedachte Verbindungslinie hinaus.
Norwood-Hamilton-Typ II
Typ III: Die Geheimratsecken sind bereits stark ausgeprägt und breiten die sich über die gedachte Linie aus Typ II hinaus in Richtung Hinterkopf aus.
Norwood-Hamilton-Typ III
Typ IV: Der frontale und temporale Haarverlust nimmt weiter zu.
Norwood-Hamilton-Typ IV
Typ V: Durch den verstärkten Haarausfall am Hinterkopf und an der Schläfe lässt sich auf dem Oberkopf eine „Hufeisenform“ erkennen. Der Haarverlust im Scheitel- und Stirnbereich ist nur noch durch einen schmalen Haarstreifen getrennt.
Norwood-Hamilton-Typ V
Typ VI: Die kahlen Stellen der Scheitel- und Stirnregion gehen ineinander über. Zudem breitet sich der Haarausfall zu den Schädelseiten aus.
Norwood-Hamilton-Typ VI
Typ VII: Vom ehemaligen Haarwuchs verbleibt lediglich ein schmales Haarband, welches sich von den Ohren rund um den Hinterkopf zieht. Dieser Haarkranz kann auf eine Breite von 3 cm zusammenschrumpfen.
Norwood-Hamilton-Typ VII

A-Typen nach Norwood

Zusätzlich zu den klassischen Typen des Haarverlusts hat Norwood den Verlauf in die A- und in die V-Variante unterteilt. Bei den A-Typen schreitet der Haarausfall geradlinig frontal voran.

Typ I (A): Es besteht - ohne jeglichen Ansatzschwund - ein sehr hoher Haaransatz auf der Stirn.

Typ II (A): Der Haarverlust findet geradlinig im gesamten Stirnbereich statt.

Typ III (A): Das Haar an der Stirngrenze weicht stärker zurück als an anderen Kopfbereichen.

Typ IV (A): Das Zurückweichen der Haare findet über die Mitte der Kopfhaut hinweg statt.

Typ V (A): Der Haarausfall erstreckt sich deutlich in Richtung der Kopfkrone.

V-Typen nach Norwood

Beim V-Typ schwindet zusätzlich zum A-Typ das Haar zusätzlich im Bereich des oberen Hinterkopfs (Vertex).

Typ III (V): Der frontale Haarverlust bewegt sich zwischen Stadium I und III; dabei ist der Haarausfall im Scheitelbereich (vor allem im Bereich der Krone) besonders stark ausgeprägt.

Typ IV (V): Der Haarausfall breitet sich bis zur Mitte der Kopfhaut aus. Dabei nimmt die Dichte des mittleren „Haarbands“ merklich ab.

Wusstest Du schon?

Das Norwood-Hamilton-Schema kann als Grundlage für eine Haarimplantation genutzt werden. Wieso? Über die Einstufung in ein bestimmtes Stadium des Haarverlusts können die Spezialisten präzise einschätzen, wie viele “Grafts” (Transplantat) verpflanzt werden müssen. Dabei gilt: Je höher die Typ-Einstufung, desto mehr Grafts müssen verpflanzt werden. Dementsprechend können natürlich auch die bevorstehenden Kosten eingeschätzt werden.

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Häufige Fragen

Für wen ist Minoxidil geeignet?

Frauen und Männer die über 21 Jahre alt sind dürfen Minoxidil verwenden. Hier ist aber die Dosierung zu beachten. Minoxidil 2% ist für Frauen während Minoxidil 5% für Männer geeignet ist.

Für wen ist Finasterid geeignet?

Finasterid ist nur für Männer geeignet. Wer unter androgenetischer Alopezie, das heißt erblich bedingtem Haarausfall leidet, kann mit der Einnahme von Finasterid diesem entgegen wirken. Jedoch ist es wichtig, dass Männer die älter als 41 Jahre alt sind vor der Einnahme von Finasterid dies mit ihrem Urologen absprechen.

Ist Minoxidil für Bartwuchs geeinigt?

Ja Minoxidil kann zur Förderung des Bartwuchs verwendet werden. Spring empfiehlt Dir aber das nicht zu machen da Minoxidil zur Unterstützung von Haarwuchs bei Haarausfall auf der Kopfhaut geeignet ist.

Was ist die richtige Anwendung von Minoxidil?

Möchtest Du deinen Haarausfall stoppen, trägst Du Regaine idealerweise morgens und abends auf die betroffenen Stellen deiner Kopfhaut auf, solange sie trocken ist. Dafür verwendest du jeweils ein 1 mg des Wirkstoffs. Nach der Anwendung solltest Du vier Stunden auf das Haare waschen oder föhnen verzichten, um die Wirkung Regaines nicht zu beeinträchtigen. Genauso empfehlen wir, Alkohol und Drogen abzusagen.

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