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Wie kann ich meinen Kopf warm halten?

Viel Bewegung an der frischen Luft! Unbedingt! Diesen Tipp vom Arzt hört man immer wieder, denn Licht und Luft und vor allem Bewegung sind die beste Kur für unsere Gesundheit – zu jeder Jahreszeit. Wichtig zu wissen ist es jedoch, dass Du besonders viel Wärme über den Kopf verlierst, wenn es draußen so richtig kalt ist. Doch ein ausgekühlter Körper ist viel anfälliger für Erkältungskrankheiten. Deswegen solltest Du unbedingt beim Workout im Freien genauso für einen warmen Kopf sorgen wie beim Sonntagsspaziergang.

Autor:
Patrick Möller
Geprüft von:
Aktualisiert:
8.12.2019
Mann mit Wollmütze | Daniel Bernard - Unsplash
Mann mit Wollmütze | Daniel Bernard - Unsplash

Inhaltsverzeichnis

Wieso ist es wichtig?

Der Kopf enthält die wichtigste Kommandozentrale in unserem Körper: Das Gehirn. Die größte Gefahr für unser Gehirn ist aber eigentlich nicht die Kälte, sondern übermäßige Wärme. Denn schon bei etwa 37°C beginnen Eiweiße damit, sich zu verändern. Doch unsere Körper- und damit auch die Nervenzellen, bestehen zu einem großen Teil aus Eiweiß. Dem ganzen Körper droht also ein schwerer, vielleicht nicht wieder gutzumachender Schaden, wenn die Temperatur im Kopf zu sehr ansteigt. 

Hierzu hat sich Mutter Natur einiges Raffiniertes einfallen lassen: mehr oder weniger große Ohren, die stark mit Blutgefäßen durchsetzt sind, damit hier viel Wärme abgegeben werden kann, jede Menge Schweißdrüsen und nicht zuletzt, jede Menge „Fell“. 

Ups! Mhm, das ist ja bei so manchem Zeitgenossen ab einem bestimmten Alter eher ein bisschen zu kurz gekommen … und außerdem sind die Zeiten von langen Mähnen ja auch schon eine Weile um. 

Ein ordentlicher Gesichtspullover kann natürlich auch ein wenig nutzen, doch ist der ja auch nicht jedem echten Kerl vergönnt. 

Doch zurück zur Kälte. Wenn im Winter die Temperaturen sinken, Schweiß, Niederschläge und Wind für zusätzlichen Wärmeverlust beim Workout sorgen, dann wirken die Abkühlmechanismen weiterhin – am besten die am Kopf. Doch das kann für Deine Gesundheit gefährlich werden. 

Vor allem dann, wenn Du eh schon angeschlagen bist, sorgt die Kälte für zusätzlichen Stress für Deinen Körper und kann den Unterschied zwischen ein bisschen Schnupfen und einer oder zwei Wochen flach liegen ausmachen.

Denn bei einem ausgekühlten Körper läuft das Immunsystem auf Sparflamme. Dazu kommt, dass Kälte auch Deinen Muskeln zusetzt. Denn wenn Du frierst, krampfen Deine Muskeln und zittern, um dem Wärmeverlust entgegenzuwirken. Das sorgt schnell für nächtliche Krämpfe und Schmerzen im Muskelapparat und vor allem im Rücken und Nacken. Auch Kopfschmerzen, arthritische Schmerzen und Migräne sind in der kalten Jahreszeit sehr viel häufiger und heftiger als bei warmem Wetter.

Deine Haut ist von kaltem Wetter genauso wenig begeistert. Menschen mit Neurodermitis und trockener Haut können davon ein Lied singen.

Doch all die vorangegangenen Gründe sind verhältnismäßige Lappalien im Verhältnis zu dem Einfluss, den Kälte auf Dein Herz und Deinen Kreislauf haben kann. Denn es muss Höchstleistungen erbringen, wenn der Organismus die Blutgefäße verengt (Vorsicht, das erhöht zusätzlich den Blutdruck!), um all zu viel Wärmeverlust zu vermeiden. So können ein unentdeckter Herzfehler oder ein schwaches Herz schnell zur tödlichen Gefahr werden.

Was kann ich nutzen?

„Zieh Dich warm an, Kind!“ Hm, irgendwie haben die Mütter dieser Welt also doch recht. Vielleicht ein guter Grund, sie beim nächsten Besuch mal wieder in den Arm zu nehmen. 

Egal wie, es muss eine winterliche Kopfbedeckung her. Sicher solltest du unbedingt darauf achten, dass Du bei Kälte allgemein gute, schützende und wärmende Kleidung trägst. Windschutz, Nässeschutz an Füßen, Körper, Händen und Kopf sind also Pflicht. Doch willst Du im Winter im Freien trainieren, gibt es bestimmte Dinge, die Du zusätzlich beachten solltest. 

Denn auch im Winter, wirst Du bei einem anstrengenden Training schwitzen. Deswegen ist es wichtig, dass Dein Kopfschutz die Feuchtigkeit gut vom Kopf ableitet. Mütze oder Hut sollten also unbedingt atmungsaktiv sein. 

Nässe von außen sowie Wind sind weitere Gefahren für Deinen Wärmehaushalt. Achte also darauf, dass Deine Kopfbedeckung wind- und wasserabweisend ist. 

Bei extremen Temperaturen leiden vor allem die Ohren und die Nase. Ihnen drohen sogar Erfrierungen, denn sind sie schon unterkühlt, kannst Du Dich nicht mehr auf Dein Kälteempfinden verlassen. 

Vor allem wenn Du Rad, Skateboard, Wintersport oder andere bewegte Sportarten betreibst, bei denen viel Fahrtwind entsteht, ist hier Vorsicht geboten. Wenn Du nicht Schal, Mütze, Ohrenschützer und zusätzlich noch ein Tuch vor die Nase binden willst, kannst Du gerne auch eine Sturmhaube verwenden.

Die gibt es heute in vielen Farben, Formen und für alle möglichen Anlässe. Einmal über den Kopf gezogen, schützen sie die empfindliche Nackenmuskulatur genauso wie die Ohren und den größten Teil der Gesichtspartie. Bei Modellen, die speziell für den Sport gedacht sind, wurden extra Atemschlitze eingebaut, so dass Du ganz bequem und ohne Behinderung atmen kannst. Unter den Begriffen Sturmhaube, Skimütze, Ablaclava, Schlupfmütze und Gesichtshaube wirst Du nicht nur in Geschäften, sondern auch online fündig.

Wer es traditioneller liebt, kann auch stylisch zu Fliegerhauben greifen. Die gibt es nach alter Väter-Sitte in Leder, aber auch Kunstleder, Segeltuch und mit wärmendem Teddy-Innenfutter. Dazu passt ein farblich abgestimmter Schal.

In die gleiche Richtung gehen Russen- oder Trappermützen. Meist haben sie abklappbare Ohren- und Nackenschützer, die mit Fell gefüttert sind. Extremversionen für die Polarexpedition oder den Wintersport warten mit einer Gesichtsklappe auf, die bei Bedarf vor das Gesicht geknöpft werden kann.

Vor allem aus der Biker-Szene kennt man die vielseitigen Bandanas. Entstanden aus den Halstüchern der Cowboys, haben sich diese inzwischen zum echten Allround-Kopfschutz entwickelt. Vor allem seit es die Schlauchversionen gibt. Dies sind elastische Stoffstücke, die direkt nahtlos in Schlauchform gestrickt werden und die sich daher vielseitig anziehen lassen. Nur als Schal, Ohrenwärmer, Kopftuch, Hals- und Mundschutz oder als Sturmhaube und Gesichtsschutz – alles ist drin. Selbst als Innenleben für Rad- oder Skihelm, kannst Du die vielseitigen Tücher perfekt verwenden. Denn keine Nähte stören, sie sind dünn und schnell allem angepasst.

Worauf muss ich achten?

Wie erwähnt, kommt es ein wenig darauf an, welche Aktivitäten im Freien du geplant hast. Nach den zu erwartenden Witterungseinflüssen kannst Du dann das Material deiner winterlichen Kopfbedeckung aussuchen. Windabweisende Textilien, die zwar Wasser von außen abweisen, aber den entstehenden Schweiß nach außen leiten, sind am besten geeignet. 

Da die kalte Jahreszeit viele verschiedene Temperaturbedingungen zu bieten hat, kannst Du Dir auch eine Auswahl an Möglichkeiten zulegen. Denn was Dir im Herbst genügend Schutz bietet, reicht im tiefen Winter vielleicht nicht aus. Genauso schmeißt Du eine gefütterte winterliche Kopfbedeckung vielleicht schnell in die Ecke, wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen.

Fördern winterliche Kopfbedeckungen den Haarausfall?

Die Annahme, dass das Tragen von Kopfbedeckungen zu Haarausfall führt, ist zwar weit verbreitet, doch unbegründet. Sicher sieht man viele Männer, die wenige Haare haben, mit Mütze, Tuch oder Hut. Doch ist die Kopfbedeckung dann eher die Folge und nicht die Ursache des Haarausfalls. 

Denn der ist genetisch bedingt, darauf wird deine winterliche Kopfbedeckung keinen Einfluss nehmen. Im Gegenteil kannst Du sogar davon ausgehen, dass eine gute Kopfbedeckung deine wertvollen Haarfollikel und die Kopfhaut schützt.

Quellenangaben

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.
Patrick Möller
Patrick Möller
Patrick Möller ist Content Creator bei GoSpring und dafür verantwortlich, fundiertes medizinisches Fachwissen in leicht verständliche und unterhaltsame Worte zu kleiden. Er ist seit 2005 als Autor tätig und bewegt sich seit dem spielend zwischen Themen wie eSports, Erektionsstörungen und Salafismus-Aufklärung.

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